Montag, 3. Juni 2013

Nana na Naaaa nana nana NAAA .... It´s the final countdown !


Europe - The Final Countdown

Irgendwie geht das Lied mir grade oft durch den Kopf und als ich es mir vorhin auf Youtube angeschaut hab musste ich erstmal denken "man, die 80er mussten ja echt krass gewesen sein, wenn man sich so die Frisuren anschaut". Des hat mich dann doch ziemlich aufgeheitert und ich wills euch auch nicht vorenthalten, vielleicht erkennt sich der ein oder andere von den älteren Lesern ja selbst wieder =D!

Nunja, der eigentliche Punkt von dem Lied ist ein anderer, the final countdown, es geht dem Ende zu! Heute ist der 3.06. und genau in einem Monat, am 3.7 werde ich schon wieder in Deutschland sein. Der Gedanke ist ganz schön verwirrend. Auf der einen Seite scheint es so Nah zu sein, auf der anderen doch noch eine kleine Distanz die man überwältigen muss. Man freut sich total auf Zuhause, auf all die besonderen Menschen und Sachen die man so vermisst, aber auf der anderen Seite scheint es trotzdem noch so unreal zu sein. Ich kanns oft nicht glauben dass es jetzt wirklich schon so weit ist und als ich mir heute beim Zahnbürsteneinkauf gedacht hab, dass das meine letzten 2 Zahnbürsten sind die ich hier kaufen werde *seuftz*,  fing ich schon langsam an sentimental zu werden ;) !!
Nachdem ich jetzt letzte Woche 5 Tage mit dem doch sehr coolen Philipp Staiger verbringen konnte, heißt es nun die letzen paar Wochen Arbeiten rum zu bekommen. 2.5 Wochen muss ich arbeiten und 2 Wochen werde ich auch noch frei haben diesen Monat. Was ich sonst noch vor hab, steht noch nicht ganz fest. Also ich werde auf jeden fall noch mit einem Kumpel hier zum Grand Canyon fahren(27+28), da bin ich echt schon aufgeregt und voller Vorfreude, das wird nochmal ein Erlebniss werden zum Abschluss.
Sonst hoff ich dass ich einfach noch n paar coole Sachen machen kann, nochmal fett shoppen und mich dann gut von Land, Leuten und Essen ;) verabschieden kann. Aber naja das ist jetzt ja auch noch n bisschen hin.
Bis dahin schau ich einfach mal Tag für Tag wie es so weitergeht.

Achja, der Sommer, ich weis nicht genau ob das bei euch noch n geläufiger Begriff ist, aber den gibt es hier drüben tatsächlich. Und der bleibt jetzt auch vorerst hier, machts sich schön bequem und heitzt es den Texanern ganz schön ein. Obwohl es ja bisher ein "mildes Jahr" ist, haben wir grade um die gute 33°C.
Familie Lichti ist übrigens weg, das ist die Familie rund um Daniel, einer der beiden Leitern mit denen ich hier gearbeitet hab. Die sind gerade in der schönen Schweiz und kommen auch erst wieder zurück wenn ich weg bin. Und Chris, der arbeitet fleißig 6 Tage die Woche, deshalb bekomm ich den leider eher wenig zu gesicht und bin oft alleine zuhause. Das heißt grade sind nur noch so wirklich der Gerald und Ich da, somit ist es eher so n bisschen gechillt und langsam, find ich jetzt aber für meine letzten Monat auch nicht schlecht und wir beide kommen auch gut miteinander aus, da macht das ganze auch seinen Spaß. Auch sonst bei den Outreaches merkt man so langsam, dass der Sommer kommt und viele von den Travellerkids wandern Richtung Norden wo es nicht so heiß ist. Aber die hart eingesessenen Obdachlosen sind bislang noch alle da, deswegen haben wir auch meist genügend Kundschaft bei unseren Cream and Sugar Outreaches :) !


Jaja so ist das also, bald bin ich wieder da, ich schau mal ob mir nochmal was einfällt was ich hier so schreiben könnte, aber grade bin ich vorerst mal fertig und meine Schreibfaulheit schreit nach nem Eis.
Hier kann sich jeder der will das Zeugnis vom Chris anschauen, wenn ihr euch fragt wer das so gut übersetzt hat, ja genau das war ICH↓ 
http://www.hfan.org/de/inside/index.php?ts=2013-05-21%2019:26:00


MFG DER PHILIPP


Samstag, 11. Mai 2013

Überschriften zu finden ist gar nicht so einfach...

Ich hätte es auch einfach New York nennen können, oder sowas wie "die letzten 30 Tage - Ein Schnelldurchlauf mit Philipp Dudichum", aber des wäre ja auch nicht allzu einfallsreich gewesen.
NAJA, aufjedenfall gibts einiges zu erzählen, ich hab es doch tatsächlich geschafft mehr als 1 Monat nicht zu schreiben, ich fang gleich mal an mit dem was ich vorgestern cooles erlebt hab, bevor ich nachher vergesse es aufzuschreiben.
Und zwar war das heute so:
Wir sind morgens zum Outreach gegangen und später, auf unserem Weg zurück nach Hause gerieten wir in einen Stau, wir waren aber ziemlich weit vorne, so dass wir sehen konnten das die Polizei die Straßen abgsperrt hat. Natürlich haben wir uns gewundert was da so los ist und haben dann dank moderner Technik rausgefunden, dass doch tatsächlich Barack Obama genau heute nach Austin kommt. Also gut, dann wussten wir zumindest mal warum wir hier stehen, aber wir konnten uns eigentlich nicht vorstellen warum die genau die Straße abgesperrt haben. Naja lange Geschichte in kurz, der ganze Convoy mit der Presidenten Limo und vielen FBI Wägen und Polizei Motorrädern ist doch dann tatsächlich da vorne vorbei gefahren.
Also da hat sich die Stunde im Stau stehen ja fast gelohnt, ich mein sowas sieht man nicht alle tage. Jetzt kommt das lustige, als wir dann später am Mittag zum State Park gefahren sind, haben wir doch tatsächlich die Airforce One, also das Flugzeug der Präsidenten am Flughafen stehen sehen. Als wir dann heim fahren wollten, sind wir ausgerechnet zu der Uhrzeit an der gleichen stelle angekommen, als sie es für die Rückfahrt wieder abgesperrt haben. Also konnten wir diesmal dass ganze aus der nähe beobachten, weil wir ganz nach vorne gelaufen sind.
Also das war echt n Erlebniss für sich =)

Puh was ist denn sonst so seit San Francisco so passiert, ähmm ja Michael ist gegangen! Also kurz nachdem ich von New York zurück kam (dazu gleich mehr), ist er los gefahren. Ich weis nicht ob ich des mal geschrieben hab, aber hier auf jeden Fall nochmal, er hat die Chance in San Diego, so ähnlich wie ich jetzt, als Freiwilliger bei einem Dienst, so ähnlich wie unserer, mitzuarbeiten. Da ist er jetzt mal für 3 Monate hin, dass heißt ich werde ihn auch nicht wieder sehen. Ich bin echt froh, dass er das machen darf und auch stolz darauf, wie sehr er sich in den letzten Wochen und in der ganzen Zeit allgemein, doch zum positiven verändert hat.
Also ich hab ja ein bisschen weiter was von New York geschrieben und ich denk die meisten wissen auch dass ich dort war, aber für alle anderen, jetzt wisst ihr es auch :) ! Ich hatte die Möglichkeit mit der reizenden Laura Kolibius ein Wochenende in der wohl spannendsten und herausragendsten Städte überhaupt zu verbringen.
Also ich versuch mal, das Erlebnis mit ein paar Adjektiven festzuhalten:

außergewöhnlich - umwerfend - laut - groß - faszinierend - anstrengend - einengend - lustig - abwechslungsreich - grün - grau - lebendig - anders - facettenreich - schön

New York City hat es einfach in sich! Also wir sind Freitag Mittag angekommen und Sonntag Nachmittag wieder heim geflogen  aber ich muss sagen auch diese kurz Zeit hat mir irgendwie gereicht, ich war ziemlich froh wieder in so einer  "Kleinstadt" wie Austin zu sein .
Wir haben in dieser Zeit echt auch viel gesehen, am ersten Tag waren wir auf dem Rockefeller Center, haben eine Hafenrundfahrt um Manhattan und an der Freiheitsstatue vorbei gemacht, waren dann noch am Times Square und haben dann bei Nacht die Stadt von der Spitze des Empire State Buildings betrachten können.
Den Zweiten Tag haben wir auf der Brooklyn Bridge angefangen, sind dann durch die Wall Street gelaufen und waren im Financial District wo auch die Twin Towers standen (leider konnten wir nicht zum Ground Zero), dann waren wir noch in der Grand Central Station, die schon knapp über 100 Jahre alt ist und euch sicherlich aus so manchen Filmen bekannt ist, danach waren wir bei Madame Tussaud am Times Square und dann waren wir in einem extrem coolen Park von dem ich später vielleicht noch mehr erzähle.
Nachdem wir die ersten 2 Tage so viel schon gesehen hatten, verbrachten wir den dritten Tag im Central Park, man denk zwar da läuft man mal schnell durch, aber ich glaub von unten nach oben braucht man bestimmt mal 2 Stunden, der Park ist riesig!

Ich bin immer wieder überrascht wie viel wir gemacht haben und wie genial die Zeit einfach war, ich bin froh dass ich es gemacht hab, weil es wirklich ein Erlebniss für sich ist. Wir hatten ja die Möglichkeit die Stadt 2 mal von oben zu sehen, einmal bei Tag auf dem Rockefeller Center und einmal in der Nacht auf dem höchsten Gebäude in New York, dem Empire State Building. Und es ist beides einfach nur Abgefahren, den Ausblick vergisst man so schnell nicht. Ich hoff dass ihr den Eindruck auch n bisschen bekommt wenn ihr ein paar der Bilder anschauen werdet. :)
Es gibt noch eine Sache von der ich euch noch n bisschen genauer erzählen will, weil ich denk bei den anderen weis man um was es sich handelt und da reichts fast wenn man die Bilder anschaut ;) 
Aber wir waren ja in diesem besagten extrem coolen Park und zwar dem High Line Park. 
Das coole daran ist, dass der Park auf einer nicht mehr genutzten Zuglinie ist und sich durch die Stadt
schlängelt. Diese Zuglinie ist höher gelegt  ungefähr auf der höhe des 2ten oder 3ten Stocks und wurde mit schönen Blumen, Gras und Bäumen bepflanzt. Es ist echt was besonders da durch zu laufen, weil die Häuserwände einfach immer noch so eng da sind und man eigentlich ja immer noch in der Stadt drinne ist, aber dadurch dass es etwas oben ist und es so schön grün ist, kann man dort ganz schön zur Ruhe kommen und dem ganzen Stress entfliehen. Ich würde des jedem empfehlen der nach New York geht, weil es einfach was besonderes ist und noch nicht dermaßen mit Touris überflutet ist. Ok es waren trotzdem viele Leute da, aber es ist trotzdem kein typischer Touristen Spot. ;)

Oh ich sollte glaub öfters hier rein schreiben, dann müsste ich auf einmal nicht immer so viel schreiben. Ich hoff manche haben es wieder bis hier ganz unten geschafft und alles durchgelesen. Ich hoff euch gefallen auch die Bilder die ich wie immer hochladen werde :)

ganz liebe grüße, achja in 1.5 Monaten bin ich schon zurück =)
Philipp





Samstag, 6. April 2013

Der Heilige Franziskus, Old School Gangster und das Goldene Tor

Der Titel meines Eintrags lässt zwar nicht wirklich darauf schließen um was es hier geht, aber heute hatte ich einfach Lust euch für den ersten Moment im Dunkeln tappen zu lassen.
Der Heilige Franziskus, oder auch Franz von Assisi, ist der Namensgeber der Wundervollen Stadt in der ich letzte Woche 5 Tage verbringen durfte:

SAN FRANCISCO

Ebenso schön wie die Stadt an sich, war es, die liebe Becci dabei zu haben.
An dieser Stelle will ich dir nochmal danken für diese schöne und erlebnisreiche Zeit. Es war einfach nur genial! :)
Nach dem Motto, aller Anfang ist schwer, gingen unserer Trip auch gleich mal los. Die Kreditkarte hat nicht funktioniert. Gott sei dank, hat Becci das dann nach langem und umständlichen hin und her telefonieren nach Deutschland geregelt bekommen, so dass wir nach einer weile des ungewissen Wartens dann doch unser Zimmer bekommen haben.
Ich muss sagen wir haben in den Tagen soooo viel gemacht, es wäre fast zu viel um es alles aufzuschreiben. Naja ok ich geb zu vielleicht liegt es auch an meiner Schreibfaulheit ;)
Wer die detaillierte Version unserer Kleinen Reise hören will, muss sich bei mir persönlich melden.
Aber an ein paar meiner Lieblings Unternehmungen lass ich euch gerne teilhaben. Unser erster Tag startete schon vor 6 Uhr morgens, es war Oster Sonntag und wir haben uns aufgemacht zum wohl besten Ort in San Francisco um einen Oster Gottesdienst zu feiern. Es war noch alles dunkel als wir auf den höchst gelegenen Punkt San Franciscos kamen und einen mega Ausblick über die Stadt hatten. Dort oben fand dann der Gottesdienst statt, während man langsam die Sonne über der Stadt aufgehen sah. Wir sind dann auch noch weitergelaufen auf die Twin Peaks, wo dieses Bild entstanden ist.
 (Im Hintergrund kann man die Golden Gate Bridge erkennen)

Ein weiteres Highlight war auf jedenfall Alcatraz, das wohl berüchtigste Gefängnis das je gebaut wurde und auch Old School Gangster wie Alcapone beherbergt hat. Auch an diesem Tag mussten wir früh raus, weil wir die erst mögliche Überfahrt gebucht hatten um den Besucherströmen zu entkommen.
Auch die Überfahrt mit dem Boot, auf die sich Becci ganz speziell gefreut hat, war echt cool, weil man vom Wasser aus nochmal einen ganz anderen Blick auf die Stadt und die Brücken erhaschen konnte.
Dort angekommen konnte man dann eine Audio-Führung bekommen. Das heißt Kopfhörer auf und los gehts. Ich muss sagen das hat mich echt sehr überzeugt, oftmals hat man das Gefühl gehabt als wenn man wirklich da wäre und der Gefängnisalltag um einen herum stattfindet. Türen wurden zugeknallt, Schlösser  geschlossen, es wurde geschossen, Trompete gespielt, nebenbei hat ein Erzähler was erzählt und oft kamen auch ehemalige Häftlinge zu Wort.
Auch in eine Gefängnisszelle zu stehen oder einfach die Gänge, den Essensaal, oder den Gefängnishof  abzulaufen war ziemlich aufregend.



Am gleichen Tag noch gings dann zu einem weitern Highlight was natürlich auf keiner San Francisco Sightseeing Tour fehlen darf. Die Golden Gate Bridge, die, wie ich erst nach einer Weile rausgefunden hab, so heißt, weil die Stelle über die sie gebaut wurde das Goldene Tor genannt wurde. 

Arg viel kann man dazu nicht sagen, einfach eine tolle Konstruktion, als ich da stand kam ich mir immer so vor wie wenn ich vor einem riesigen Gemälde stehen würde. Die Brücke steht  im Nebel und im Gelände malerisch schön da. 








Ansonsten waren wir auch viel in Downtown, wo all die Hochhäuser stehen und man gut shoppen kann, wir waren chinesisch essen in China Town, hatten Fish und Chips an der Fishermans Wharf und waren am Pazifik. Bestimmt gibts auch noch n paar Sachen die ich jetzt vergessen hab, generell kann ich sagen wir haben auch oft gut gegessen, nicht unbedingt gesund, aber gut =)

Wie immer findet ihr noch mehr Bilder unter Foto´s , ich hoff sie gefallen euch, viele davon sind von Star I-Phone Fotografin Becci, welche auch mir das fotografieren beigebracht hat ;)

Liebe Grüße aus Austin, Achja nach den paar kälteren Tagen freu ich mich grade noch mehr über die schönen 28 Grad hier:)

philipp

Achja wer sich über meine Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau beschweren will, darf das nächste mal gerne Korrektur lesen! :)


Sonntag, 24. März 2013

Jetzt ist es Offiziell

Überraschender Weise hab ich 17 Tage, (was ziemlich nah an 18 liegt), eine Benachrichtigung bekommen, dass mein Antrag auf Verlängerung angenommen wurde. Also wie gesagt arg viel ändern tut es ja nicht, außer dass ich es jetzt ein für alle mal eindeutig weis, dass ich am 3 Juli wieder deutschen Boden betreten werde. Die Frage die sich mir gestellt hat ist, ob die Frau damals eighteen/18 anstatts eighty/80 Tage gemeint hat, obwohl ich sie deswegen extra nochmal drauf angesprochen habe.
Nunja jetzt ist ja alles geklärt =)
Achja eine schöne Nachricht aus Texas, der FRÜHLING ist schon seit einiger Zeit da.
Also klar es ist schon die ganze Zeit warm, aber jetzt sind auch die Bäume und das Gras wieder schön grün, die ersten Blumen fangen an zu Blühen und man hört ein paar Vögel zwitschern. Vielleicht wollt ihr in Deutschland einfach kurz die Augen zu machen und euch das Vorstellen, damit ihr nicht noch verrückt werdet mir dem Wetter was ihr habt.
Mir wird immer gesagt das das die schönste Zeit in Texas sei, weil im Sommer einfach alle Pflanzen verbrannt und tot sind und es mit 40° C auch nicht mehr wirklich angenehm ist, sich draußen zu bewegen.
Erst gestern war ich wieder mit m Chris im Park und haben die Natur genossen, waren eine Runde wandern und schwimmen. Einfach schön =)






Nächsten Samstag gehe ich dann auf meine erste längere Reise, wo ich die bezaubernde Becci in San Francisco treffen werde. Ich bin echt froh, dass sich die Möglichkeit ergeben hat mit einer  Freundin 5 Tage lang die Stadt und Umgebung zu erkunden. Ich bin schon sehr gespannt und freu mich auch einfach darauf, mal wieder jemand alt bekanntes zu sehen. Ich werde euch auf jeden Fall danach mit Erlebnissen und Bildern versorgen ;)
Ansonsten ist grade auch einiges los hier. Chris hat jetzt nach langer Prozedur seine neuen Zähne bekommen, wie wir uns alle denken können ist es für ihn ein immenser zuwachs an Lebensqualität. Ich freu mich echt sehr für ihn, einfach auch, weil kochen und essen eine große Leidenschaft für ihn ist und er es jetzt erst wieder so richtig genießen kann. Weiterhin hat ihn endlich jemand zu einem Job Interview eingeladen, er hat mir erzählt, dass er sich in den letzten Jahren bestimmt für mehr als 200 Jobs beworben hat. Aber da er ein Strafregister besitz, ist es oft unmöglich für ihn, dass er angenommen wird. 
Jetzt scheint aber alles sehr gut zu laufen und er wartet nur noch auf die Antwort des Baumarkts bei dem er sich beworben hat. 
Auch für mein Zimmermitbewohner geht es langsam ans Eingemachte. Er ist auch schon lange auf der Suche wie es für ihn weitergeht, weil er hier ja das Lifetraining schon abgeschlossen hat. Vieles was er unternommen hat, hat letzten Endes in einer Sackgasse geendet. Jetzt hat er die Möglichkeit für 3 Monate nach San Diego zu gehen und dort bei einem  ziemlich ähnlichen Dienst mit zu arbeiten. Die einzige Voraussetzung ist, dass er sicher weis was er danach machen will. Somit denk ich dass er uns in den nächsten Wochen verlassen wird, und ich vorerst wieder mein Zimmer für mich alleine haben werde =) .
In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie sehr man sich doch auch an die Leute anpasst die einen alltäglich umgeben. Als ich zu einer Freundin gesprochen habe, ist mir nämlich aufgefallen dass ich noch nie so argumentiert und diskutiert hab und hab mich gefragt woher das kommt, bis ich drauf gekommen bin, dass Chris dass genauso macht. Das fand ich dann ziemlich lustig =D

So viel von mir erstmal, ich wünsche euch auf alle schöne Ostern =)
Philipp

"Where, O death, is your victory?
Where, O death, is your sting?”
The sting of death is sin, and the power of sin is the law. But thanks be to God! He gives us the victory through our Lord Jesus Christ."
1 Corinthians 15, 55-57

Mittwoch, 6. März 2013

Keine Entscheidung ist manchmal auch eine Entscheidung

Um euch alles auf m laufenden zu halten. Also des mit meinem Visum geht ja jetzt schon seit Anfang Januar und es hat mich natürlich immer beschäftigt. Jetzt nach langem ungeduldigem Warten, hab ich mich dazu entschieden mal bei denen Anzurufen, was sich als sehr gute Entscheidung erwiesen hat.
Ich hab mit einer Frau geredet die meinen Fall vor sich hatte und sie gefragt wie lange es denn noch dauern könnte bis ich ne Entscheidung erwarten kann. Dann meint sie 80 Tage. Sehr ungläubig hab ich sie dann nochmal gefragt und sie meinte ja 80 Tage.
So des heißt also es ist keine Entscheidung getroffen worden, aber ich weis, dass solange mein Visum in Auftrag ist, ich hier bleiben darf. =)
Im Endeffekt machts dann auch nicht mehr viel aus, ob sie es mir gestatten oder nicht, weil die Entscheidung wahrscheinlich eh erst kurz bevor ich so oder so fliege fallen wird.
Somit ist keine Entscheidung diesmal doch ne Entscheidung
=)

Mittwoch, 20. Februar 2013

ticken im Ohr

Hallo Ihr, ich dachte mir, ich lass mal was neues hier.
Abgesehen vom schlechtesten Einstiegs Satz mit schlechten Reimen ;) gibt es es ein kleines Update.
Also Michael ist seit Freitag wieder von seiner Mutter zurück gekehrt und sozusagen wieder heim gekommen. Auf der einen Seite echt toll weil er schon n bisschen Leben wieder rein bringt, auf der anderen Seite bringt er aber auch ne menge Dreck und Unordnung mit sich. Aber das bin ich ja mittlerweile schon gewöhnt und er ist einfach n klasse Typ, da kann man das aushalten.
Was mein Visum angeht, werde ich echt ungeduldig. Es ist jetzt schon seit 4 Wochen bei der Behörde und ich hab immer noch nichts von ihnen gehört. Des macht mich einfach verrückt, weil ich nicht weis was passiert, und besonders wann etwas passiert.
Vielleicht bekomme ich morgen die Nachricht, vielleicht in einer Woche oder vielleicht auch erst in 2.
Falls mein Visum nicht verlängert wird, läuft das am 15 März aus, was einfach schon in 3 Wochen ist. Und so lange ich nicht weis was mit meinem Visum ist, höre ich ein leises ticken in meinem Ohr, denn sollten dies meine letzten 3 Wochen sein, werden sie sehr schnell rum gehen.
Ich will einfach nur noch wissen was Sache ist.
Ansonsten gehts mir gut, ich schaff es ab und zu in die Stadt und unter Menschen zu kommen, In Park zu gehen oder mich mit Freunden zu treffen, was dann auch echt immer gut ist. Sonst hier mit meiner Arbeit läuft es auch gut, bei den letzten Outreaches die wir gemacht haben, waren dann auch immer zahlreich Leute da, was auch immer schön ist. Viele von ihnen sind alt bekannte, aber auch viele Reisende, die grade hier unten in Austin verweilen und unser mildes Klima genießen.
Achja am Samstag wars so weit und ich hab mir beim Volleyball spielen meinen ersten Sonnenbrand geholt ;)
Ich Grüß euch ganz herzlich

Montag, 4. Februar 2013

Roadtrip =)




Diesmal eher mehr Bilder als Text ;) aber das ist ja bestimmt auch nett. Also ich hatte letzte Woche wie gesagt FREI und hab die Möglichkeit genutzt und bin ans Meer nach Corpus Christi gefahren. Insgesamt war ich 1100 Km in den 3 Tage unterwegs und ich muss sagen, dass das Auto fahren hier einfach stink langweilig ist. Ich bin jetzt noch mehr davon überzeugt, das auch die Route 66 einfach nur richtig richtig uninteressant und langweilig ist. Sorry für alle bei denen jetzt die Illusion platzt, aber Auto/ Motorrad fahren in den Texas/USA ist nicht wirklich der Bringer. Die Straßen sind Schnur gerade, Geschwindigkeitsbeschränkung ist meist bei 120 km/h und wenn man nicht gerade an einem National Park vorbeifährt ist auch die Natur nicht der Brüller. Dann kommt dazu das wir n Automatik Auto haben und ich mit Tempomat gefahren bin, d.h. ich musste eigentlich nur das Lenkrad festhalten und gradaus fahren, da hätt ich auch nen Affen hinsetzen können und nebenbei schlafen.








Also 2 Tage war ich in Corpus Christi, hab mir dort n Motel Zimmer genommen und hab von dort aus verschiedenste Sachen angeschaut. Ich war am Strand und auf der Inselkette vor der Küste. Ich konnte einen Flugzeugträger, die USS Lexington , anschauen und ich war auf einer der größten Ranches der Welt, die King Ranch in Kingsville und war natürlich auch in der Stadt unterwegs. Am 3 Tag bin ich auf meiner Heimreise noch in San Antonio, auch
 eine große Stadt in Texas, angehalten 
und hab mir dort verschiedene Sehenswürdigkeiten wie den Riverwalk oder the Alamo angeschaut.

Wer mehr darüber wissen will kann gerne auf das Verlinkte Wort klicken, oder mich selbst fragen =) fühlt euch frei. Ich hatte aufjedenfall ne gute, entspannende Zeit und ja es war auch schön warm so um die 20 ° Grad =) 


Mehr Bilder könnt ihr unter meinen Foto´s finden =) 


Dienstag, 22. Januar 2013

Mein Visum

Achja was ich vergessen hab zu schreiben ist, dass ich ja bei der Einreise nur eine Aufenthaltsgenehmigung für 6 Monate mit Aussicht auf Verlängerung bekommen hab. Gestern haben wir den Antrag losgeschickt und jetzt heißt es abwarten und schauen was dabei rauskommt, wenn ich abgelehnt werde, komm ich mitte März schon wieder nach Hause

Montag, 21. Januar 2013

Nix Bilder, Nur TEXT

"Ich komm grad ins Alter wo man so langsam mal überlegen muss 
wie´s weitergeht wenn man Verantwortung übernehmen muss. 
Endlich auf eigenen Beinen endlich mal Frei zu sein 
Alle scheinen geil auf die Selbstständigkeit zu sein 
Aber wie soll ich alleine überleben? 
Das einzige was ich kochen kann is – mal überlegen 
Pizza! Doch wie geht der Ofen hier wohl an und aus 
Ach fast vergessen – Brote schmieren kann ich auch 
Nenn uns einfach die Generation Mikrowelle 
Überall wo´s ungesundes Fastfood gibt sind wir zur Stelle 
Und wie schafft man es mit seiner Wäsche klar zu komm´? 
Waschmaschinen hab ich bisher nur als Deko wahrgenommen 
Die Verbrennungen beim Bügeln krieg ich kaum in Griff
 
Und nach nem Monat sterb ich sowieso an einer Staubvergiftung"

Ja so oder so ähnlich fühl ich mich öfters, jetzt ist wirklich irgendwie die Zeit gekommen Erwachsen zu werden, aber bin ich auch bereit dafür?
Also nicht, dass ich davor unreif, albern und kindisch gewesen wäre ;), aber ich mein jetzt wirklich so richtig Erwachsen werden. Ein erster Schritt war es auf jeden Fall mal fort zu gehen. Sich Aufgaben und Herausforderungen alleine zu stellen, Fortschritte zu verbuchen und Rückschläge hinzunehmen, neues lernen und an seine Grenzen kommen. Ich hab mir jetzt für Anfang dieses Jahres vorgenommen mir mal ernsthafte Gedanken für mein Studium zu machen. Was will ich studieren? Wo will ich studieren? Will ich denn überhaupt studieren, weil oft hab ich da so einfach gar kein Bock drauf?
Mir fällt es schon schwer mir Vorzustellen was ich studieren könnte, ich mein ich war gut in der Schule, aber nirgendwo so gut, dass ich sofort denk "das ist es". Mich haben viele Fächer in der Schule interessiert, aber keins so wirklich das ich sagen würde "genau das will ich mal machen". Es ist einfach schwierig. Entscheidungen allgemein zu fällen fällt mir schwer, grade in der Schule. Französisch oder Latein ? NWT oder Sport? Was nehm ich 4 Stündig ? Und wo schreib ich mein Abi?
Naja auch auf diese Frage werd ich ne Antwort finden.

Hier bei uns siehts grade folgender Maßen aus:
Michael ist jetzt am Samstag wieder zu seiner Mutter gefahren für ein Monat, das heißt ich hatte jetzt die ersten Nächte alleine in einem Zimmer. Ich war echt verwundert als es mir in der ersten Nacht dann irgendwie zu leise war. Ich hab mich so dran gewöhnt mit Leuten in einem Zimmer zu schlafen.
Mit m Chris war ich letzte Woche beim Zahnarzt.  Bei ihm ist der Fall, dass durch die Zeit auf der Straße seine Zähne richtig schlecht sind und er auch schon viele gezogen bekommen hat. Er musste sich jetzt lange damit rumplagen, er hatte echt oft so starke schmerzen das er einfach nichts machen konnte, die Zähne sind ihm einfach nach und nach abgestorben. Nunja jedenfalls hat er eine Organisation gefunden die für ihn die Kosten übernommen hat, sich die Zähne ziehen zu lassen, weil in den USA ist es so, wenn man kein Job hat ist man nicht versichert und wird nicht behandelt. Das hat uns echt alle sehr gefreut das er das machen kann und was auch echt besonders war, dass er alle 14 , ja genau 14! Zähne auf einmal gezogen bekommen hat. Normaler Weise wird immer nur 1 Zahn gezogen und für jeden weitern muss man dann wieder n Heck-Meck mit der Versicherung anfangen. Der Arzt meinte einfach nur :"Sie müssen wohl jemanden in einer hohen Position kennen" worauf Chris einfach nur lächelnd mit "Ja" geantwortet hat.
Auch nach der Operation war es erstaunlich wie schnell es doch heilt, der Arzt meinte des was bei ihm in 2 Tagen geheilt hat, heilt sonst in einer Woche.
Ich freu mich echt riesig für n Chris, weil auch wenn er grade noch Schmerzen hat, er danach einfach nur noch gesunde Zähne im Mund hat, und dann irgendwann ein Gebiss bekommen kann. Das steigert die Lebensqualität einfach immens.
SO da Michael also weg ist, und Chris nicht mehr als ne Suppe runter bekommt, muss ich selbst kochen!
Zum Glück hat mir meine Mutter n Pfannkuchen und Brennsuppen Rezept geschickt und ich hab im Supermarkt sog. "Opa´s Sausages " gefunden, gute deutsche Würste aus Texas, andernfalls würde es nur auf Instant Nudeln und Sandwich rauslaufen. Heute hatte ich auch noch ein etwas ernsteres Gespräch gehabt, die mir klar gemacht haben das ich manchmal mehr darauf achten sollte wie ich mich verhalte oder was ich sag.
Weil ich für die Leute hier teilweise ein Vorbild bin, des hab ich davor eigentlich nie so wirklich gedacht. Des heißt Erwachsen werden, auch Arbeiten erledigen die man nicht mag und dabei trotzdem positiv und gut gelaunt bleiben, Leiterschaft anerkennen und mit anpacken ohne es in Frage zu stellen.

Nächste Woche haben wir erstmal wieder frei =) =) , unsere Leiter gehen zu irgendeinem Treffen nach Deutschland. Es ist grade übrigens schön warm, gestern war ich wieder Beachvolleyball spielen und laut Wettervorhersage solls am Donnerstag bis zu 27° warm werden, Ich mag Texas. Von dem her werde ich vielleicht mich alleine auf die Socken machen und ans Meer fahren, hätte ja auch was, so im Winter ;)

PUH also wer jetzt wirklich bis hier unten gelesen hat, dem dank ich erstmal =)
Ich freu mich echt am Interesse und dass ihr oft vorbeischaut. Mein Blog wurde jetzt schon fast 4000 mal angeklickt, ja ok, davon gehen sicherlich 2000 mal an meine Mutter =P, aber mich freuts trotzdem sehr!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Ein paar schöne Tage


Also bei uns war hier seit Weihnachten sowas wie "Betriebsferien" , des heißt ich hab immer noch frei bis zum 6 Januar ohne was von meinen 20 Ferientage nehmen zu müssen. Das ist schon ziemlich gut.
Zwar hab ich auch Tage an denen ich nichts machen, oder machen kann, aber ich hatte bisher auch echt ein paar schöne Tage dabei. Grade gestern konnte ich mit Michael und Chris zusammen ein Ausflug  zum Enchanted Rock machen. Der Enchanted Rock ist, um es kurz zusammen zu fassen, einfach ein riesen Fels aus Granit. Es war jetzt nicht wirklich ein Berg, obwohl des für texanische 
Verhältnisse doch ziemlich hoch ist. Auf jedenfall sieht es einfach nur cool aus, Riesige Felsbrocken , große Spalten im Granit und oben auf dem Rock sieht es aus wie auf dem Mond . Auch wenn ich gar nicht in Form bin, muss ich sagen, dass es gut zu schaffen ist dort hoch zu kommen, auch wenn die Steigung oftmals einfach extrem ist und man kaum gerade aus hoch laufen kann. Ein bisschen anderst sah des für n Michael aus, der natürlich noch mal mehr mit sich rumschleppen muss als ich. Verwunderlich war, dass seine motzige und schlecht-gelaunte Art, die er sonst an den Tag legt wenn er was arbeiten oder sich bewegen muss, nicht da war. Er hat zwar öfters ne Pause gemacht, aber hat es geschafft. Chris hat sich auch echt gefreut das machen zu können und hat sich dafür bedankt dass ich das mit ihnen mach,
 es hat echt gut getan ein Dank zu hören. 
Danach gings dann in ein Loch, anderst kann man das nicht nenne, um den dort verhandenen Tunnen zu erkunden der anscheinend durch den Granit verläuft und wo anderst endet. Ich muss sagen ich bin schon leicht Klaustrophobisch und da der Eingang nicht wirklich groß war, war es schon ne Überwindung da rein zu gehen, zumal sich niemand so sicher war das es den Ausgang wirklich gab und den gleichen weg zurückzugehen schien mir ziemlich beschissen zu sein. 
Ich hoff die Bilder verschaffen euch ein Kleinen Einblick von Enchanted Rock und wie es in dem Tunnel aussah. 
Danach sind wir noch nach Fredericksburg gegangen, eine alte Deutsche Stadt. Da hat man sich doch n bisschen zuhause gefühlt wenn man vor dem Lindenbaum Restaurant oder dem Auslander Biergarten stand. 
Es ist echt eine schöne Stadt, eine Stadt die auch lange ihre Deutschen Traditionen beibehalten hat.
An an einem anderen Tag bin ich mit m Michael ins Texas History Museum gegangen und danach noch ins IMax um den Hobbit anzuschauen. Das war aufjedenfall die perfekte Mischung aus Bildung und Spaß =)
Jetzt mal schauen ob ich die nächsten Tage noch was mach, vielleicht gehe ich nach San Antonio und schau mir diese Stadt mal. 

Ich freu mich aber auch wieder auf die Arbeitszeit , ich bin gerne beschäftigt und hab was zu tun, dann fühlen sich die Pausen und die freie Zeit noch besser an. Ich hoff echt dass wir vielleicht ne neue Möglichkeit finden unsere Outreaches zu machen, aber nach der sind wir eigentlich schon seit dem wir nicht mehr mit dem Trailer in die Stadt fahren dürfen auf der Suche seitdem . Auch hoff ich dass wir jemand neues von der Straße zu uns einladen können, also klar ich mag n Michael und n Chris echt sehr, aber ein neues Gesicht würde auch ein bissche Schwung in das ganze bringen =). 

Ich hoff ihr seit alle gut ins neue Jahr gestartet und habt eure Freien Tag genossen =)

Es grüßt Philipp/Dudi 


Sonntag, 23. Dezember 2012

Die Kommerzialisierung von Weihnachten

Willkommen im Heimatland des Kapitalismus, wo Santa über die übertrieben geschmückten Häuser fliegt und durch den Schornstein deine Geschenke bringt. Klar, das alles kennen wir auch in "Good old Germany". Der Einfluss Amerikas auf unsere Weihnachten ist ja schon seit Jahrzehnten zu sehen. Für die meisten gehören einfach die leuchtenden Cola Trucks zu Weihnachten dazu.

Und ja irgendwie ist es ja auch was schönes, die vielen Lichter, die schöne Musik, die Besinnlichkeit, einfach das Tralala drum herum. Aber auf der anderen Seite ist es traurig, wie wenig man sich der eigentlichen Bedeutung von Weihnachten bewusst ist und wie stark des auch immer mehr in den Hintergrund gerät. Naja ich will jetzt gar nicht zuweit ausholen und den Gesellschaftskritiker rausholen von dem her belassen wir es dabei.
Diese Gedanken sind  mir eigentlich alle durch den Kopf gegangen als ich bin Trail of Lights hier in Austin war. Zuvor war ich noch mit m Michael bei einem Weihnachtsbasar und ich glaub es hat ihm echt gefallen dass ich ihn mitgenommen habe, es ist echt schwer was mit Leuten zu unternehmen, die kein Geld haben, aber zum Glück war der Trail auf Lights umsonst. Aufjedenfall der Trail of Lights ist echt was schönes gewesen, ja vielleicht nicht soooo bunt und krass wie man es in Süd-Ost Asien findet, aber halt doch schon ziemlich Cool. Das Bild zeigt den Eingang und auch unter Foto´s findet ihr ein paar, die euch eine Vorstellung von dem ganzen geben können. Einfach ein umwerfendes Erlebnis, umwerfend wird wahrscheinlich auch die Stromrechnung sein ( Um an dieser Stelle auch mal einen schlechten Witz los zu werden bzw Jonathan Mojsisch der hätte von dir sein können ;))
Nunja, abgesehen von der Menschenmasse und den immer noch milden Temperaturen konnte man dann doch auch in Weihnachtsstimmung kommen. Auch wenn von Nemo und den Peanuts über Spongebob und sogar bis hin zu Southpark auch viele Fernsehfiguren auf dem hell erleuchteten Weg durch den Park vertreten waren. Amerika halt.

Ich wünsche euch auf alle Fälle, dass ihr geniale Weihnachten habt, dass all der Weihnachtsstress vorüber ist und ihr wenigstens die Feiertage voll im Kreise der Familie genießen könnt, das ganze Drum Herum vergesst und euch daran erinnert:
JESUS IS THE REASON FOR THE SEASON.

Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte habt ne besinnliche, gesegnete und frohe Weihnachten
Merry Christmas und Feliz Navidad

             

Sonntag, 9. Dezember 2012

Es weihnachtet sehr !

Naja, ich mein bei immer noch Mitte 20 Grad kommt man nicht wirklich in Weihnachtsstimmung. Aber da in Texas ja ALLERSPÄTESTENS nach Thanksgiving ( 22. November) die Weihnachtsdekoration an den Häusern stehen sollte und man von da an auch rund um die Uhr mit Weihnachtsmusik beschallt wird fällt es einem dann doch etwas leichter sich darauf einzustellen.

Die Amis müssen halt doch alles wieder auf ihre Weise machen =D , vor kurzem bin ich durch eine Nachbarschaft gefahren wo einfach jeder sein Haus dekoriert mit Hunderten von Lichterketten und sonstigem Weihnachtskitsch den man sich nur vorstellen kann. Also ja, es sieht echt schön aus sich des mal anzuschauen, aber ich würde mir niemals selbst den Stress machen und auch nie soviel Geld investieren um mein Haus so zu gestalten.


Gestern waren wir auf einer Weihnachtsparade in Bastrop. Zum einen Teil war es genauso wie man sich ne Parade in den USA vorstellt, zum anderen auch irgendwie eine große Werbeveranstaltung. 
Von den Schulen, über dem Zementmischer bis hin zum Wallmart ist jeder dabei gewesen. Viele haben sich auch echt Mühe gegeben und ihre Wägen schön hergerichtet, aber andere, wie zum Beispiel der Wallmart sind einfach nur mit einem großen Truck der ein paar Lichterketten dran hatte durch gefahren, man will halt gesehen werden. Manchmal war es aber auch echt n bisschen komisch, weil man es wahrscheinlich als Deutscher nicht kennt, dass so viele Leute auf den Wägen drauf saßen, von Jung bis Alt, und jeder war gut drauf hat gewunken und "Merry Christmas" gerufen. 
Also nicht nur, dass man in Deutschland frühestens 2 Tage vor heilig Abend schöne Weihnachten gewünscht bekommt, sondern das die dort einfach mitmachen und Spaß dran haben. 
Uns Deutschen wär des viel zu blöd, uns auf n Anhänger zu sitzen und durch die Ortsschaft zu fahren und anderen frohe Weihnachten wünschen. Da würde es dann heißen "Ich mach mich doch ned zum Affen" =D !  Da fällt einem dann doch auf wie unterschiedlich wir sind. 
Die nächste Zeit wird erstmal interessant, also jetzt gerade sind es nur Martin, Ich, Michael und Chris die hier wohnen. Aber Martin fliegt in 6 Tagen wieder zurück nach Deutschland, was ich extrem schade finde, weil wir uns ja doch ziemlich gut verstanden haben und es auch ne Hilfe ist, jemanden um sich zu haben, der mehr oder weniger genauso "normal" wie du tickt. 
Des alles hier wird dann noch intensiver und noch herausfordernder, 
aber was solls, da muss ich durch. 
Michael wartet immer noch auf einen Anruf vom Job Core, dass er endlich seine Lehre zum Koch anfangen darf. Wenn er dann auch gegangen ist, sind nur noch Chris und Ich hier. Des stell ich mir auch ziemlich lustig vor. 



Sonst gehts mir eigentlich echt gut hier, ich mein ich genieße es auch einfach, Mitte Dezember noch ne runde Beachvolleyball spielen zu gehen. GENIAL =) ! 
Ok ich muss dazu sagen, nächste Woche solls auch mal unter Null Grad rutschen, für mindestens 2 Tage ;) 
Am Samstag sind es dann auch schon 3 Monate die ich hier bin und ich kann nur sagen " man, wie schnell die Zeit vergeht! "
=)










Donnerstag, 22. November 2012

Formel1 und Thanksgiving

Formel 1 

Also wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt war das letzte Wochenende die Formel 1 - Die Königsklasse des Rennsports zugast in Austin. Die Rennstrecke ist ungefähr 10 Meilen weg von unserem Gelände, was mir als Formel 1 Fan natürlich echt gefallen hat. So kam es dass unsere Dienst die Möglichkeit bekommen
hat dort zu arbeiten und Geld zu bekommen, 8$ Die Stunde. Als ich das gehört hab war ich natürlich richtig froh, ich mein ich werde ein F1 Wochenende mitbekommen, ich muss kein Eintritt bezahlen, unsere Organisation bekommt ne Menge Geld 
dafür und wir können dann an unserem Community House weiterarbeiten. Genial !
Also, es hat angefangen am Donnerstag mit dem Set-up , alle Mülltonnen aufstellen und sonstiges Organisatorische erledigen und es endete am Montag als wir dann alles wieder aufgeräumt und die Tribünen gereinigt haben.
Meine Zone war eigentlich eine der besten, es war eine spannende Stellem kurz vor der langen Geraden, und auch vom Arbeiten her war bei uns nicht all zuviel los. Am Freitag, als ungefähr 65.000 Leute an der Strecke waren , mussten wir zum Beispiel die ersten 4 Stunden einen einzigen Müllsack wechseln und das war unsere einzige Aufgabe. Auch am Samstag als 83.000 Zuschauer da waren, war nicht allzu viel zu tun. Nur am Sonntag als dann nach dem Rennende die rund 120.000 Menschen die Strecke verließen und ihren Müll da gelassen haben war es einigermaßen stressig.
Ich hatte also echt glück und konnte viel von
der Qualifizierung und vom Rennen sehen,
auch bemerkenswert wie sauber und nett die
Amerikaner, bzw ein Großteil der Fans waren Europäer und Mexikaner, aufgetreten sind. Viel Dreck lag eigentlich zu keiner Zeit auf dem Boden rum und es sind viele Leute auch einfach auf mich zugekommen und haben sich dafür bedankt, dass wir das machen. Das war dann doch schön und hat mich auch wieder n bissle ermutigt. 

Thanksgiving 

Heute ist Thanksgiving und Thanksgiving ist schon was schönes. Der Gedanke dahinter dankbar zu sein und einfach  ein Tag den man mit der Familie verbringen kann, fast wie Weihnachten . Da meine Familie hier aus den Leuten von unserem Dienst besteht hatten wir hier ein kleines Festmahl, bei dem der Truthahn nicht fehlen durfte. Dieser wurde ca 2 Tage lang geräuchert und hat einfach nur genial geschmeckt hat. An dieser Stelle kann ich mich dann geschickter Weise, wie am Ende einer Show oder so, noch bei allen Leuten bedanken. 

Ich danke zuerst natürlich Gott für alles was er uns gibt, für seinen Schutz und seine Liebe. Dass er es mir ermöglicht hat hier zu sein und ne geniale Zeit zu haben. 
Weiterhin will ich meiner Familie danken, die mich unterstützt und mich aufgezogen hat und zu dem gemacht hat was ich heute bin, danke Mama
 und Papa für eure Geduld und eure Unterstützung, danke Conny und Leonie für alles was ich mit euch an Spaß und Erlebnissen haben durfte. Sven dich pack ich auch mal zur Familie dazu und sag danke=) 
Ich bedank mich bei meiner Verwandschaft und meiner Gemeinde, die es mir unter anderem durch ihre Spenden ermöglicht hat hier zu sein und dem Dienst zu helfen, aber auch einfach Amerika zu erleben, danke auch, dass ihr im Gebet hinter mir steht. 
Zu guter Letzt danke ich allen meine Freunde, die für mich immer da sind, die mich aufbauen und ermutigen, oder den bekannten Schlag auf den Hinterkopf geben damit ich weiter gehen kann und nicht in meinen Gedanken stecken bleibe.
Danke euch allen für eure Unterstützung, ihr alle seit ein wichtiger Teil von mir und meinem Leben. 



Sonntag, 11. November 2012

As iron sharpens iron, so one man sharpens another - Proverbs 27:17


Was dieser Bibelvers im Alltag bedeutet, wurde mir hier ziemlich schnell klar. Natürlich ist das wahrscheinlich den meisten bewusst die jetzt in ner WG wohnen, aber ist es dann doch nochmal ein bisschen spezieller mit den Menschen hier. Ich glaub nach dem Jahr wird jede Studenten-WG n Spaziergang sein. 
Ich glaub es hört sich für euch nicht so seltsam an wen ich euch erzähl, dass die Leute von der Straße echt speziell sind und von vielem ihren Eigenen Vorstellungen haben. 
Das beste Beispiel biete Damon, welcher jetzt fast 3 Wochen mit uns ist. So wie er uns erzählt gings bei ihm zuhause ziemlich streng zu und man wurde noch gelehrt was Manieren sind. 

So kam es dass ich mich eines morgens noch halb verschlafen in den Sessel gesetzt hab und er dann ein paar Minuten später dazu kam und mich aufgefordert hat aufzustehen weil er da sahs. 
Halb verdutzt und halb verschlafen frag ich ihn : "Ist des dein Ernst?" , ich hab auch gedacht er wollte vielleicht nur ein schlechten Witz reißen, aber nein es war sein totaler Ernst. 
Er schaut mich zutief entsetzt an und ich steh dann nachgebend einfach auf und setzt mich wo anders hin, weil es mich einfach nicht juckt wo ich sitz. 
Nunja ich dachte es hätte sich damit erledigt, aber dann meint er ich müsste jetzt von den Leitern gesagt bekommen ich hätte mich  falsch verhalten, weil immerhin lag seine Bibel neben dem Sessel und des heißt ja ganz klar der Sessel ist besetzt ?!?! 
Naja lange Geschichte in kurz, er hat sich dann immer mehr in Rage geredet, uns allen Vorgeworfen wir hätten eh keine Manieren, wir würden ihn verurteilen, er hätte hier kein Recht zu reden weil er nicht respektiert wird und er hat hier kein Raum so zu sein wie er ist. 

Ja des ist in letzter Zeit öfters passiert und er hat sich auch oft dafür entschuldigt, weil er ja auf Entzug ist und ich versteh dass sich vieles für ihn schwer anfühlt und er manchmal einfach den Kopf verliert. 
Aber ja es ist einfach nicht ganz so einfach, auf jede einzelne Eigenheit jedes einzelnen Rücksicht zu nehmen. 
So hoff ich, dass wir alle gemeinsam miteinander auskommen, wir uns ein bisschen besser aufeinander abstimmen und jeder vielleicht auch ein bisschen von sich und seiner Vergangenheit zurücklassen kann um eine bessere Gemeinschaft zu werden. Denn ich glaub das der Spruch stimmt, ein Mann schärft den anderen wie Eisen. 

Achja wenn wir gerade bei Eisen sind, Gestern hatte ich die Gelegenheit mit ein paar Pistolen und einer AK-47 zu schießen. WOW. Der erste Eindruck als wir in die Shooting Range eingetreten sind war "Willkommen in Amerika, das Land der Unbegrenzten Möglichkeiten" wo einfach jeder, sogar 10 Jährige Kinder mit den größten Knarren rum schießen dürfen. 
Das schießen war einfach der Hammer =) Dieses Gefühl wenn man abdrückt und die Wucht die man spürt. Gewaltig. Obwohl ich sagen muss so stark wie ichs mir vorgestellt hab wars dann doch nicht. Aber laut. Unglaublich laut. Es war aufjedenfall ne Pflicht des als richtiger Texaner zu erleben ;) 


Dienstag, 6. November 2012

Veränderungen

Die Erste Veränderung betrifft mein eigenen Blog. Ich hab gehört es war nicht möglich in mein Gästebuch zu schreiben und dann hab ich heraus gefunden, dass Google so hinterlistig ist und es nur zulässt wenn man ein Konto bei Google besitzt. Das hab ich kurzerhand geändert.
DAS HEISST das Gästebuch ist jetzt OFFEN für alle meiner Freunde, auch für die ohne Google Konto.

Vor Rund 2 Wochen ist Damon bei uns eingezogen und  nimmt am Lifetraining teil. Er hat ne kurze Zeit bei mir und Martin im Zimmer gewohnt, ist dann aber jetzt in Bus gezogen weil Michael wieder zurück ist von seiner Mutter. Das wäre dann die nächste Veränderung, nach 3 Wochen ist Michael alias Chester
wieder zurück. Es war für ihn schon eine große Herausforderung mit seiner Familie zusammen zu leben und nach 2 wochen sahs auch so aus wie wenn er früher wieder kommt als er "You are all going to hell" zu seiner Familie schrie und das Haus verlies.
Jetzt hat ers doch 3 Wochen ausgehalten und ist froh wieder hier zu sein mit uns.
Einer unsere Leiter, Kurt Brunner, und seine Familie sind ab jetzt nicht mehr wirklich hier, sondern sind zum Großteil mit packen beschäftigt. Sie werden hier ausziehen und nachdem sie einen Kurzurlaub in der Schweiz gemacht haben sich einem anderen Dienst in der Nähe von Dallas anschließen.

Gestern haben wir erfahren, das Daniel das Life Training abgebrochen hat und wahrscheinlich wieder zurück auf dem Weg nach Kentucky ist.
Das war dann doch ein bisschen n Schock für mich und ich war auch n bisschen traurig. Er war jetzt mindestens 1.5 Monate teil unsere Gemeinschaft und ist echt immer besser rein gekommen, wir haben uns gut verstanden und er konnte mehr und mehr aus sich rauskommen. Die Veränderung an ihm konnte man echt wahrnehmen. Was seine Wirklichen Beweggründe waren, weis keiner so Recht, er hat sich auch kaum mit den Leitern abgeredet.
Ich befürchte echt, dass das für ihn wieder schlecht enden kann. Ich mein es ist kaum 2 Wochen her, als er schonmal abbrechen und wieder trinken wollte.




Letztes Wochenende war ich das erste mal in nem Statepark , Bilder dazu findet ihr bei den Foto´s.

Ich musste auch ein Kleinen Artikel schreiben für die Organisation. Wenns jemand interessiert, hier kann man ihn lesen.
http://hfan.webfactional.com/en/inside/index.php?ts=2012-10-29%2020:40:50

Donnerstag, 25. Oktober 2012

1.5 Millionen Fledermäuse....


.... leben von März bis Oktober in Austin unter der Congress Bridge. Ich bin gestern über diese Brücke gefahren und dabei wurde mir das erzählt. Einfach unglaublich! Die größte Fledermaus Kolonie in ganz Nord-Amerika, alle zusammen vertilgen sie ca 15 Tonnen Insekten während einer Nacht (weitere Infos hier).
Sie sind zwar grade nicht hier aber ich hoff ich kann sie mir mal nächstes Jahr anschauen.
Achja Fledermäuse, Totenköpfe und Kürbise sind hier grade ja eh überall. Die Amis sind schon n bisschen verrückt was Halloween angeht. Aber ich glaub nicht dass hier draußen Kinder vorbei kommen würden, weil ich mein sobald sie ihren Fuß auf fremdes Grundstück setzten darfst du als Eigentümer jeden erschießen.  JA auch das ist ´Merica(*). Ich mein die könnten auch Kinder oder schwangere Frauen erschießen und würden keine Strafe zu befürchten haben.


Auch diesen Samstag bin ich sogar Zombies begegnet, das war allerdings sehr cool. Ich war mit Martin und einem seiner Freunde, Elijio, im Six Flag Fiesta Texas. Das ist n Freizeitpark ungefähr mit Europapark zu vergleichen. Er ist zwar nicht ganz so groß, dafür sind die Achterbahnen echt ein bisschen abgedrehter. Es hat einfach riesen Spaß gemacht, obwohls mich nach einer Achterbahn echt n bisschen aus n Schuhen gehaun hat und mirs n bissle auf n Kreislauf geschlagen hat, vllt lags auch an der Hitze. Gegen Abend haben sich dann n paar Angestellte richtig gut als Zombies verkleidet und durch die Straßen gelaufen,
manche mit Motorsäge andere mit Schaufeln, ich muss sagen es sah schon ziemlich realistisch aus. Des ganze mit Zombies und der Zombie apocalypse ist hier eh krass, natürlich machen viele einfach n Spaß draus aber es gibt Leute die das glauben und sich darauf vorbereiten. Du kannst dir sogar n HilfeSet kaufen einzig und allein für den Fall das Zombies die Welt erobern. Manche haben sogar Pläne wie sie am schnellsten den nächsten Walmart einnehmen und sich verbarrikadieren um zu überleben. Die Spinnen doch die Amis =D Aber irgendwie auch einfach nur genial.

(*) mir wurde gesagt hier lässt man einfach das A am Anfang weg und spricht dann nur ´Merica. Wird besonders oft benutzt um stolz über Amerika zu reden.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Sometimes it takes a Rainy Day Just to let you know ...

Regentage
Im Gegensatz zu Deutschland sind diese Tage natürlich sehr selten und fühlen sich deshalb eher erfrischend und gut an als grau und drückend. Man schätzt den Regen eher als ein Geschenk, nicht als  eine auferlegte Last =)

Seit meinem letzten Eintrag ist nicht wirklich viel passiert, von dem ich jetzt erzählen könnte, die Obdachlosen treiben sich zur Zeit grade wo anders rum und somit sind relativ gesehen wenige Leute da wenn wir zum Outreach gehen.
 Michael ist für 3 Wochen zu seiner Mutter gegangen und somit ist´s im Haus auch ein bisschen ruhiger geworden. Ich hoff er fällt dort nicht in seine alten Muster zurück sondern kann das was er hier gelernt hat beibehalten. Zum Beispiel haben wir ihm vor kurzem beigebracht, dass es wichtig ist sich regelmäßig die Zähne zu putzen. Ja des hört sich komisch an und er hat sich auch echt geweigert, aber nachdem ich ihn ziemlich lange ausgelacht hab( ok des hört sich jetzt gemeiner an wie es wirklich war!! ;) ), weil er mich überzeugen wollte das des nicht schlimm ist seine Zähne nicht zu putzen, hat er es eingesehen und von da an angefangen seine Zähne zu putzen. 
Auch wenn sie es vielleicht nicht so sagen, oder vielleicht sogar das gegenteil behaupten ist ihnen schon wichtig was wir denken und sagen. Oft aber sind sie auch einfach nur dick köpfig und wie kleine Kinder.

Letzen Freitag war ich zum dritten mal bei der Führerscheinstelle und ging eigentlich sicher davon aus ihn diesmal zu bekommen,( Amerikanische Bürokratie ist echt manchmal schlimmer als unsere), doch auch beim dritten mal war´s n Reinfall. Jetzt will sich sogar die Homeland Security meine Unterlagen anschauen, am Freitag sehe ich dann ob alles gut geklappt hat. 

Mit meinem Leben hier, ist es wie mit dem Wetter, es ist die meiste Zeit sonnig, aber manchmal auch einfach mal bewölkt oder es Regnet. Ich finde es echt sehr cool einen Blog zu haben und euch so an meinem leben teilhaben zu lassen, aber was mir aufgefallen ist, man (bzw Ich) schreibt  nur was von den Sonnigen Tagen/Stunden/Erlebnissen/Aktionen und aus Eurer Sicht erscheint alles Sonnig und perfekt. Natürlich erzählt man die meiste Zeit von allem guten was passiert, aber ich will euch auch trotzdem davon erzählen, dass es manchmal auch mieses Wetter ist.
Manche Situationen hier sind echt herausfordernd und nervenaufreibend manch andere sind einfach der pure Alltag.
Mir fällt mehr und mehr auf, dass es einfach unterschiedliche Welten sind die aufeinander treffen. Natürlich kann man viel voneinander lernen und sich mit anderen  Persönlichkeiten zu arrangieren, aber es führt auch manchmal zu Situationen die anstrengend sind.
Oder es gab Tage, wo ich auf gut Deutsch den größten Müll machen durfte (Siehe Die Sticker Plage ein bisschen unten) und ich dann Abends n bisschen demotiviert war.
Es passiert einfach, dass es Tage gibt wo nicht so gut laufen, wo man selbst oder andere ein bisschen gereizt oder sensibel sind, wo man selbst vielleicht nur ein bisschen Heimweh hat, oder einfach nur hofft das alles gut wird in Zukunft.
Nichts desto trotz hört es hier immer schnell wieder mit regnen auf und man wächst an schwierigen Situationen, kann positives daraus ziehen und wieder Hoffnungsvoll nach vorne schauen.



Sonntag, 7. Oktober 2012

Go Horns Go !


Neuer Rekord! 101.800 Zuschauer! AMAZING! 
Gestern hatten Martin und Ich die Chance, dank John und Gloria die uns dir Karten organisiert haben,  zum College Football Spiel Texas Longhorns vs West Virginia zu gehen. Es war einfach nur unglaublich.
Eine Mischung aus Leidenschaft, Tradition und Show die einen einfach mitnimmt. Die Atmosphäre ist ganz anderst als in europäischen Fussball Stadien, kaum Fan Gesang oder der gleichen sondern meistens wird einfach nur laut geschrieen. Überall blinken die Bildschirme : "Make Noise" "Louder" etc. auf und dann schrein alle, aber nicht wie wir Deutsche, sondern Urschreie und dass auch nicht nur bei einem Touchdown sondern einfach bei allem (Meine Stimme wäre nach 1 Quarter weg gewesen).
Es war ein Erlebniss dass ich nicht vergessen werde, wenn ca 100.000 Leute schreien und ihr Team anfeuern, da macht einfach jeder mit und steht hinter seinem Team. Auch ist die Atmosphäre viel gelassener, nicht annähernd so aggressiv geladen wie bei uns.
Vor und Nach dem Spiel war natürlich alles um das Stadion geflutet mit Leuten, die Stadt steht total auf m Kopf.
War einfach ein gutes Erlebniss, ah ok ja sie haben verloren aber des bleibt nebensächlich für mich ;)



Mittwoch, 3. Oktober 2012

Everyday life

Der Alltag hält einzug und so langsam weiß man wie der Hase läuft. Aber ich hoff dass meine Arbeit nicht zu einem alltäglichen Prozess wird der woche für woche abgespielt wird.
Heute, gestern und wahrscheinlich noch ein bisschen länger dürfen wir gegen die "Sticker Plage" ankämpfen.
Das ist mit Abstand eine der Übelsten GrasSorten bzw Unkraut die ich kenn. Wuchern alles zu und das Schlimme daran ist die, Samen sind so stachlich, dass wenn man durch sie durchläuft das ziemlich weh tun kann. 
Naja wie auch immer, positif betrachtet  hatte ich viel zeit mit Daniel beim arbeiten. 
Daniel ist so ca 35, kommt aus Kentucky und war/ist 20 Jahre lang Alkohol abhängig . Er ist ziemlich schüchtern und zurückhalten, meist ruhig und unsicher. Wir verstehen uns gut und hatten auch ein gutes Gespräch während der Pause. Er hat gemeint er hätte sich bei mir von Anfang an wohler gefühlt , wahrscheinlich weil wir ähnlich sind, das zu hören war sehr ermutigend für mich . Er hat auch ein bisschen erzählt von seiner Sucht und wie es ihm hier jetzt geht.
Ich hoff, dass ich ihm echt ne Hilfe hier sein kann, weil er einfach ein herzensguter Mensch ist und nichtmehr in dieser Sucht leben soll. 
Sonst hatte ich am Samstag einen Wundervollen Tag mit Gloria und John (Staiger´s Gasteltern aus Austin).
Ich war 2x mit ihnen Essen, einmal BBQ und abends dann noch TexMex. Beidesmal genial zubereitet und zum reinliegen lecker =)
Weiterhin habe ich das Capitol in Austin (siehe Foto´s) sehen dürfen, war in Barton Springs und habe mit John Shuffleboard und Flipper von 1960 gespielt, während dessen im Hintergrund die passende Musik aus der Jukebox kam. Das war einfach nostalgisch schön. =)
Morgen gehen wir ins Gefängniss von Austin und besuchen uns mehr oder weniger bekannte Leute (bzw ich kenn sie nicht), da bin ich auch ziemlich gespannt wie das so wird.
Jetzt gehts wieder zurück die first Presidential Debate anschaun.

Man entschuldigt Groß und Kleinschreibung / Grammatik / Rechtschreibung ;)

Dienstag, 25. September 2012

Die Outreaches

Die Outreaches sind ein sehr wichtiger Teil unseres Dienstes und auch mein liebster Teil. Wir gehen 3 Mal in der Woche mit unserem Dodge auf die Straße und verteilen Ice Coffee, kaltes Wasser und verschiedene Snacks. Dass wir aus unserem Auto heraus verteilen ist nur Übergangsweise und wir hoffen dass wir bald was besseres finden. 
Als erstes machen wir eine kleine Lobpreis Zeit um die Ecke und gehen dann wieder zurück zu unserem Auto, viele von den Obdachlosen kommen einfach nach und nach vorbei oder hören dass "Cream and Sugar" wieder da ist. 
Es ist echt erstaunlich, dass eigentlich so gut wie jeder Obdachlose in Austin weis was der "Cream and Sugar" ist und den Dienst schätzt. Diese Leute kommen alle gern zu uns und das manchmal schon seit mehreren Jahren. Klar schätzen sie es dass sie bei uns in dieser Hitze was kaltes zum trinken bekommen oder ein paar Snacks zur Verstärkung haben können, doch hab ich von ein paar gehört dass sie es auch ein schätzen wie wir mit ihnen Umgehen und dass sie über sich reden können und erzählen wie es ihnen geht. 
Auch erstaunlich ist wie nett die meisten neuen Leuten wie zum Beispiel zu mir sind. So war es so, dass schon beim 3 Outreach Leute auf dem Drag erkannt haben und gefragt haben ob ich nicht von "Cream and 'Sugar" sein , des hat mich echt gefreut.  Auch wenn man wieder nach Hause fährt und jetzt nicht gerade ein Leben veränderndes Gespräch mit einem hatte, sondern auch mal nur Coffee ausgeschenkt hat und n bisschen geplaudert hat, ist es ein tolles Gefühl diesen Leuten zu helfen und Nächstenliebe zu praktizieren, weil sie echt etwas wertvolles sind. 
Nach und nach lern ich auch die Namen, manche heißen ganz Normal und andere haben Spitznamen wie Crazy Boy oder Hippie Balls =D , und ich hoff dass ich mehr und mehr Kontakt zu ihnen aufbauen kann und was in Ihnen Bewegen kann, von Gott erzählen oder ihnen als Ratgeber zur Seite zu stehen.